Präventionsprogramm gegen

sexuellen Missbrauch

In diesem Schuljahr konnten alle Viertklässler wieder am Präventionsprogramm des Frauen- und Mädchennotrufs Rosenheim teilnehmen.

Am 26.04. fand vorbereitend ein Elternabend für alle Viertklasseltern statt. Marina Waigang, die Leiterin der Fachstelle Prävention gegen sexuellen Missbrauch, vermittelte den Eltern wertvolle Informationen über dieses heikle Thema. Anschließend stellte sie die Inhalte und Methoden vor, mit denen die Schüler sensibilisiert und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden sollen.

Am 02., 09. und 10. Mai besuchten dann zwei Fachkräfte aus der Beratungsstelle die Kinder aus den drei vierten Klassen. Jungen und Mädchen erfuhren in getrennten Gruppen, wie wichtig es ist, den eigenen Körper als Freund anzusehen. Außerdem lernten sie viel über schöne und unangenehme Gefühle, was der Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen ist und wie sie bei Übergriffen reagieren können.


Ein großer Dank gebührt dem Hilfsfond "Endorfer für Endorf", der durch seine finanzielle Unterstützung diese wertvolle Präventionsarbeit ermöglicht hat.

Holger Greubel



Fair Trade und Smartphone

Elternabend an der Mittelschule Bad Endorf

Die Grund- und Mittelschule Bad Endorf ist auf dem Weg zur Fair Trade Schule. Dieses Prädikat erhält die Schule, wenn sie den fairen Handel unterstützt und an der Schule Produkte verwendet, die gemäß den Grundsätzen einer fairen Produktion hergestellt und gehandelt wurden. Den Schülern sollen Zusammenhänge unseres Wirtschaftslebens aufgezeigt werden, wobei das Gewinnstreben der meisten Konzerne vielen Menschen nur ein Leben in Armut und Abhängigkeit ermöglicht. Schüler und Lehrer der Bad Endorfer Schule stellen sich die Frage, wie diese Abwärtsspirale durch eigenes Handeln durchbrochen werden kann.

Eine Modenschau, die von Schülern präsentiert und moderiert wurde, stellte Produkte aus Entwicklungsländern vor, die dann an einem Stand käuflich erworben werden konnten, wobei neben Kaffee und Tee auch Schmuck und Kleidungsstücke dargeboten wurden.

Im Anschluss an die Darbietungen zum fairen Handel wurde bei einem Elternabend das Thema „Umgang mit dem Smartphone“ erörtert. Der Referent Christian Bauer von der Fachambulanz für Suchterkrankungen aus Rosenheim berichtete von seinen Erfahrungen, die er im Umgang mit Jugendlichen und deren Smartphonekonsum gesammelt hat.

35 Millionen Nutzer von Whatsapp allein in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache. So lassen sich mühelos Kontakte zu Verwandten und Bekannten auch über große Entfernungen halten und durch den Austausch von Texten und Bildern lässt man andere an seinem Leben teilhaben. Das bringt Menschen näher zusammen und viele Freundschaften beginnen im Internet.

Auch auf die Gefahren wurde hingewiesen, die ein naiver Umgang mit Bildern und Daten mit sich bringt, wenn diese dann missbräuchlich verwendet werden und Schüler bloßgestellt und gemobbt werden. Ein ungezügelter Gebrauch des Smartphones kann natürlich auch zur Sucht werden (Computerspiele…) und zu eklatantem Schlafmangel führen, wenn man sich die ganze Nacht schreibt. Hier sind dann die Eltern gefordert, Regeln aufzustellen und ein Machtwort zu sprechen, wenn der Gebrauch ausartet und bereits am Morgen 300 Nachrichten gelesen und beantwortet werden müssen. Wann hat dann der gestresste User noch Zeit für Schule?

Eine rege Diskussion zwischen Referenten und Eltern über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Smartphone beschloss den Elternabend.

 

Georg Reitzenstein, KR

 


Grundschüler unterstützen Spendenaufruf der Bundespolizei und stellen über 450 Kuscheltiere für Flüchtlingskinder zur Verfügung